Pragmatisch und zielorientiert seit 60 Jahren
Der Verband und seine Geschichte
Den Grundstein für eine nachhaltige Bewässerung in der Vorderpfalz legte im Jahr 1961 der damalige Staatsminister Oskar Stübinger mit dem Generalplan für die Beregnung der Vorderpfalz. Ziel dieses wegweisenden Plans war es, Grund- und Trinkwasservorräte trotz steigendem Wasserbedarf zu schonen.
Um den erhöhten Wasserbedarf in der Landwirtschaft grundwasserschonend zu decken, bot sich der Wasservorrat des Altrheins bei Otterstadt an. So kam es 1965 zur Gründung des Wasser- und Bodenverbandes zur Beregnung der nördlichen Vorderpfalz, kurz: Beregnungsverband Vorderpfalz. Initiatoren waren neben dem Land Rheinland-Pfalz die Landkreise Frankenthal, Ludwigshafen, Neustadt an der Weinstraße und Speyer sowie die Stadt Frankenthal, weshalb der Verband zunächst kommunal verwaltet wurde. Erst im Jahre 1986 folgte die Überführung in die landwirtschaftliche Selbstverwaltung.
Ein Meilenstein war der 1970 begonnene Bau des Hauptpumpwerks zur Wasserentnahme aus dem Otterstädter Altrhein. Mit der Inbetriebnahme dieses zentralen Bauwerks bildeten sich sukzessiv die regionalen Abnehmerverbände, deren Beregnungsgebiete nachhaltig erschlossen wurden.

Um ausreichend Wasserdruck zum Betrieb der Beregnungsanlagen zu gewährleisten, verfügt jedes Beregnungsgebiet über ein Druckerhöhungspumpwerk. Die sichere Versorgung der nördlichen Beregnungsgebiete wird durch das 1980 errichtete Zwischenspeicherbecken in Assenheim gewährleistet. Dieses fasst 40.000 Kubikmeter Wasser und kann somit die benötigten Wassermengen zeitlich puffern.
Wasser ist und bleibt eine kostbare und unverzichtbare Ressource. Der Beregnungsverband Vorderpfalz steht seit Jahrzehnten für deren verantwortungsvollen Einsatz – zum Wohle der Landwirtschaft, der Umwelt und künftiger Generationen.

Erstes Druckerhöhungspumpwerk in Lambsheim

1970: Anlieferung der Hauptzubringerleitung in Schifferstadt

1970: Bau der Hauptzubringerleitung mit Wasserturm in Otterstadt

1972: Innenraum des Hauptpumpwerkes Otterstadt mit zunächst nur 3 Pumpen
Die Erfolgsbilanz
Beregnungsverband

Wasserquelle
Der Otterstädter Altrhein erstreckt sich über etwa 220 Hektar Wasserfläche und ist über eine Länge von 50 Metern mit dem Hauptstrom verbunden. Als zentrale Quelle für unsere Beregnungsanlagen ermöglicht er die Bewässerung ohne jede Grundwasserentnahme und sichert so den nachhaltigen Wasserhaushalt in der Vorderpfalz.

Fläche und Verteilernetz
Auf einer Gesamtlänge von 600 Kilometern bahnt sich unser Wasser den Weg durch die einzelnen Beregnungsgebiete unseres Verbandes.
Aktuell erstreckt sich das Verbandsgebiet über eine Fläche von 13.500 Hektar, die kontinuierlich mit Wasser versorgt werden und somit optimale Ernteergebnisse zu ermöglichen.

Druckerhöhungspumpwerke
Insgesamt 15 Druckerhöhungspumpwerke sorgen dafür, dass das Wasser jederzeit am Feld ankommt. Zur Wasserentnahme stehen circa 8.000 Hydranten und etwa 2.200 Standrohrwasserzähler zur Verfügung.

