Beregnungsverband Vorderpfalz
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Extreme Wetterverhältnisse prägen Saison 2016

Nach einem katastrophalen Sommer läuft die Saison 2016 für den vorderpfälzischen Gemüsebau mit einem versöhnlichen Ende aus.

Zunächst sah es aufgrund der Witterung so aus, als könnten die Landwirte dieses Jahr komplett abschreiben. Der Sommer startete spät, kalt und vor allem mit viel Niederschlägen. Bereits im Frühsommer lagen die Niederschlagswerte bei 188 Prozent (Mai) und 147 Prozent (Juni) über dem langjährigen Mittelwert. Andernorts, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, fehlte dagegen der Niederschlag für das Vegetationswachstum.

Zu kalt – zu nass – zu trocken

Nach einem katastrophalen Sommer läuft die Saison 2016 für den vorderpfälzischen Gemüsebau mit einem versöhnlichen Ende aus.

Zunächst sah es aufgrund der Witterung so aus, als könnten die Landwirte dieses Jahr komplett abschreiben. Der Sommer startete spät, kalt und vor allem mit viel Niederschlägen. Bereits im Frühsommer lagen die Niederschlagswerte bei 188 Prozent (Mai) und 147 Prozent (Juni) über dem langjährigen Mittelwert. Andernorts, vor allem in Nord- und Ostdeutschland, fehlte dagegen der Niederschlag für das Vegetationswachstum.

„Die können gerne was von uns haben!“ meinte Wolfgang Renner, Verbandsvorsteher des Beregnungsverbandes und spielt auf das Unwetter rund um Mutterstadt Ende Mai an, bei dem eine Fläche von 3.500 ha buchstäblich unter Wasser stand und zu Ernteausfällen in Millionenhöhe führte. Daniel Hege: „Nicht nur, dass wir schier abgesoffen sind, auch die indirekten Folgeschäden machten uns zu schaffen.“ so der stellvertretende Verbandsvorsteher. Staunässe, erhöhter Krankheitsdruck auf die Kulturen sowie die beschränkte Befahrbarkeit der Felder beschäftigten die Landwirte nachhaltig

Im Spätsommer d.h. August und September stellte sich endlich eine beständige Wetterlage mit warmen Temperaturen und viel Sonnenschein ein. Die Anzahl der Sonnenstunden lag im September lag bei 230 Stunden, was ein Plus von ca. 46 Prozent im langjährigem Durchschnitt darstellt.  Hier zeigte sich, der Vorteil eines bestehenden Beregnungssystems in der Vorderpfalz. Die Landwirte konnten genau auf den Bedarf der unterschiedlichen Kulturen reagieren und u.U nochmals eine weitere bzw. optimal gewachsene Ernte einfahren, die die Extreme ausgleichen konnten. Hopp oder Top! Die Ernte war für manchen ausschlaggebend für`s Weitermachen“ konstatiert der stellvertretende Verbandsvorsteher Martin Steig.